Cisco Milliardenverlust wie erwartet
New York Cisco Systems meldete am Dienstag nach Börsenschluss einen Gewinn von 2 Cents vor außerordentlichen Kosten. Das Ergebnis lag im Rahmen der Markterwartungen aber um 86 Prozent unter dem Vorjahr. Damals hatte der Netzwerk-Ausrüster noch 16 Cents pro Aktie verdient. Der Umsatz ging um 25 Prozent zurück, auf 4,3 Milliarden Dollar. Nach Einrechnung aller Kosten kam Cisco auf einen Jahresverlust von einer Milliarde Dollar (2,23 Mrd DM/1,13 Mrd Euro) gegenüber einem Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahr.
Im vorangegangenen Quartal hatte Cisco zum ersten Mal seit 11 Jahren einen Verlust gemeldet.
Chambers gab am Abend in einer Telefonkonferenz einen Ausblick auf die kommenden Monate: Cisco gehe von gleichbleibenden Umsätzen oder einem Rückgang um bis zu 5 Prozent im laufenden Quartal aus. Der Cisco-CEO warnte vor einem weiterhin sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in den USA und Japan.
Laut Chambers will der Konzern wie geplant auf Jahresbasis eine Milliarde Dollar an operativen Kosten einsparen. Außerdem nehme Cisco dem Konkurrenten Juniper Networks Marktanteile ab. Chambers hatte vor einigen Wochen die Rückkehr zu einem Umsatzwachstum von 30 bis 50 Prozent angekündigt. Am Dienstag Abend bezeichnete er dieses Ziel als hoch gegriffen aber nach wie vor erreichbar.
Im Vorfeld der Bekanntgabe der Quartalszahlen zeigten die Anleger am Dienstag wenig Optimismus: Cisco fiel im regulären Handel um 3,17 Prozent zurück.
Die Aktie tendierte im nachbörslichen Handel nach Bekanntgabe der Quartalszahlen vorübergehend fester. Doch der Ausblick von Cisco-CEO Chambers sorgte für einen Stimmungswandel: Der Kurs notierte nachbörslich zuletzt mit 1,5 Prozent im Minus.
Von Christian Tempich, New York