Citigroup-Krise: Analystin erhält Morddrohungen - DER SPIEGEL
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Citigroup-Krise Analystin erhält Morddrohungen

Der Krise des größten US-Finanzkonzerns, der Citigroup, hat abstruse Folgen für eine Analystin: Meredith Whitney von CIBC World Markets hat nach eigenen Angaben nach einer Abstufung der Bank Morddrohungen erhalten. Citigroup-Boss Prince steht vor dem Rücktritt.
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New York - Die Turbulenzen um die Bank haben nun dazu geführt, dass eine Analystin um ihr Leben fürchtet: Nachdem sie die Citigroup-Aktien herabgestuft hatte, ist die Analystin Meredith Whitney von CIBC World Markets nach eigenen Angaben mit dem Tode bedroht worden.

"Die Kunden sind über meine Bewertung nicht glücklich und ich habe mehrere Morddrohungen erhalten", sagte sie der britischen "Times". Von ihrer Einstufung sei sie nach wie vor vollkommen überzeugt - es sei die eindeutigste, die sie in ihrer Karriere je gemacht habe. Aber Investoren könnten "bösartig und streitlustig" werden, wenn sie der Meinung seien, durch eine Bewertung Geld verloren zu haben.

Whitney hatte die Citigroup am Donnerstag auf "sector underperformer" herabgestuft und von einem dringenden Kapitalbedarf von 30 Milliarden Dollar gesprochen. Citigroup-Aktien fielen darauf hin um etwa sieben Prozent und zogen die US-Börsen ins Minus. Die Rufe nach dem Rücktritt von Charles Prince waren daraufhin noch lauter geworden.

Gestern berichteten US-Medien, der Chef der Citigroup Charles Prince stehe vor dem Rücktritt. Für den heutigen Sonntag wird damit gerechnet, dass Prince seinen Platz räumt. Der "New York Times" zufolge wird der Citigroup-Verwaltungsrat aller Voraussicht nach den früheren US-Finanzminister Robert Rubin zum Interims-Vorsitzenden ernennen.

cis/Reuters/dpa

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