Coca-Cola Chinesen mögen Brause, US-Bürger Wasser
Atlanta - Der Reingewinn sei um 35 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar oder 46 Cent je Aktie gestiegen, teilte der weltgrößte Hersteller nicht-alkoholischer Getränke am Mittwoch vor US-Börseneröffnung mit. Der Umsatz von Coca-Cola wuchs auf 5,09 (Vorjahr 4,5) Milliarden Dollar. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten.
Der Absatz stieg weltweit um neun Prozent. Während der Absatz im Heimatland Nordamerika um eher bescheidene zwei Prozent zunahm, verbuchte Coca-Cola in Europa einen Anstieg von vier Prozent. In China wurde mit 14 Prozent das stärkste Absatzwachstum verzeichnet.
Dass Coca-Cola in seinem Wohnzimmer USA überhaupt ein Wachstum vermelden kann, hat der Konzern vor allem der Nachfrage nach dem Energy-Drink Powerade und dem Mineralwasser Dasani zu verdanken. Hinter Dasani verbirgt sich schlichtes Leitungswasser, das nach Angaben von Coca-Cola einen "ausgeklügelten Reinigungsprozess" durchlaufen hat.
In England musste das Unternehmen rund 500.000 Flaschen Dasani-Wasser vom Markt nehmen, da als Folge dieses Reinigungsprozesses erhöhte Bromatwerte im Wasser vermutet worden waren. Inzwischen hat Coca-Cola den Verkauf von Dasani in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gestoppt. Der Nachfrage in den USA scheint dies keinen Abbruch zu tun.
Coca-Cola hatte vor vier Jahren eine groß angelegte Umstrukturierung gestartet. Dabei will der Konzern vor allem seiner Kernmarke Coke in den USA neuen Schwung verleihen. Die Aktie von Coca-Cola gab im frühen Handel an der Wall Street um rund 1,2 Prozent nach.