Codename "Chiemsee": Chinesen wollen große Teile der Dresdner Bank - DER SPIEGEL
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Codename "Chiemsee" Chinesen wollen große Teile der Dresdner Bank

Es gibt schon ein schriftliches Angebot: Ein Geldhaus aus China will das Investmentbanking und die Großkundensparte der Dresdner Bank kaufen. Das Geheimprojekt wird bei dem Dresdner-Mutterkonzern Allianz unter dem Codewort "Chiemsee" geführt.
Von Dietmar Palan und Ulric Papendick
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Banker aus Fernost sind extrem interessiert. Sie haben der Allianz das Angebot zukommen lassen, obwohl sie die Bücher der Dresdner Bank noch nicht einsehen konnten - das berichtet das "manager magazin".

Die Pläne des Versicherungskonzerns, die Frankfurter Banktochter zu verkaufen, tragen Allianz-intern die Decknamen "Brasilien" und "Chiemsee". Hinter dem Codewort "Brasilien" verbirgt sich das Vorhaben, das Privatkundengeschäft der Dresdner Bank in eine gemeinsame Einheit mit der Postbank   einzubringen. Ein solches Institut würde auf rund 10 Prozent Marktanteil am deutschen Privatkundengeschäft kommen.

"Chiemsee" steht für den Verkauf des Investmentbankings einschließlich des Geschäfts mit großen Firmenkunden. Die Trennung dieses Bereichs vom Privatkundengeschäft wurde bereits Mitte März beschlossen.

Die Allianz ist offenbar fest entschlossen, sich mittelfristig von der Dresdner Bank zu trennen. Für den Fall, dass "Brasilien" und "Chiemsee" scheitern, haben die Versicherungsmanager deshalb einen Plan B entwickelt. Dieser sieht vor, die Dresdner Bank in ein Bündnis mit der Commerzbank   einzubringen.

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