Comeback: Pischetsrieder soll Chefaufseher von MAN werden - DER SPIEGEL
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Comeback Pischetsrieder soll Chefaufseher von MAN werden

Der zurückgetretene Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder steht vor einem schnellen Comeback. Falls die Fusion der beiden Lkw-Konzerne MAN und Scania zustande komme, solle Pischetsrieder Chefkontrolleur werden, heißt es in Aufsichtsratskreisen.
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Der Job entspreche sowohl seinen Fähigkeiten als auch seinen Interessen. Bis dahin werde er für den Volkswagen-Konzern den Fusionsprozess begleiten. Vor allem VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch habe sich für diese Lösung stark gemacht.

Volkswagen   will seine brasilianische Lkw-Sparte in den neuen Konzern einbringen. Das Wolfsburger Unternehmen hatte seine Position in dem Fusionspoker zuvor unter Pischetsrieders Führung gestärkt, indem es sich mit 20 Prozent an MAN   beteiligt hatte.

Pischetsrieder war am Dienstag zurückgetreten, nachdem ihm das Aufsichtsratspräsidium das Vertrauen entzogen hatte. Das Präsidium hatte daraufhin einstimmig dafür votiert, Audi-Chef Martin Winterkorn zum neuen Vorstandsvorsitzenden zu küren. Der VW-Aufsichtsrat soll Winterkorn am 17. November wählen.

Pischetsrieder habe im Aufsichtsratspräsidium bereits zugestimmt, den neuen Job zu übernehmen, hieß es in den Kreisen. Die Lösung sei allerdings noch an die Bedingung geknüpft, dass sich MAN, VW und Scania   auf eine Fusion einigten. Vor allem Scania-Großaktionär Investor AB und Leif Östling, der Vorstandschef des schwedischen Lkw-Herstellers, sperren sich bislang gegen eine Übernahme.

VW-Aufsichtsratschef Piëch habe allerdings einen guten Draht zur bei Investor dominierenden Wallenberg-Familie, hieß es in mit der Übernahme vertrauten Kreisen. Eine Einigung sei somit wahrscheinlich.

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