Commerzbank: Angst vor der Zerschlagung - DER SPIEGEL
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Commerzbank Angst vor der Zerschlagung

Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen steht mächtig unter Druck. Schafft er die Fusion mit der Dresdner Bank nicht, dann könnte ein südeuropäisches Konsortium das Kreditinstitut übernehmen - und zerschlagen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/Düsseldorf - Eine Gruppe italienischer und spanischer Finanzkonzerne plant dem "Handelsblatt" zufolge eine Übernahme der Commerzbank, wenn die Gespräche zwischen Commerzbank und Dresdner Bank über eine Zusammenarbeit scheitern sollten.

Der Versicherer Generali und die Banca Intesa aus Italien, sowie die spanische Banco Santander Central Hispanico (BSCH) erwägen, die Commerzbank gemeinsam zu übernehmen und unter sich aufzuteilen. Das würde eine Zerschlagung der Bank bedeuten, berichtet das Blatt.

Zusammen halten die Finanzunternehmen bereits rund 11 Prozent der Commerzbank. Es sei jedoch nicht klar, welches Unternehmen in einem Konsortium die Führung übernehmen würde. Zudem sei ihnen das Paket von 17 Prozent angetragen worden, das die CoBRa Beteiligungsgesellschaft vor wenigen Wochen überraschend erworben hatte, hieß es weiter. Hansgeorg Hofmann, Chef der CoBRa, bestätigte Gespräche mit der BSCH und Generali, wollte aber noch nichts von einem konkreten Kaufangebot für das Commerzbank-Paket wissen.

Unterdessen scheint aber auch eine Fusion von Dresdner und Commerzbank etwas näher gerückt zu sein. Nach Informationen aus Bankenkreisen wollten beide Häuser ihre Gespräche noch diese Woche fortsetzen. Dresdner-Chef Bernd Fahrholz und Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen sollen mittlerweile einer Vollfusion den Vorzug geben, heißt es.