Commerzbank-Cafeteria: Noch keine Spur vom Allergieerreger - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Commerzbank-Cafeteria Noch keine Spur vom Allergieerreger

Lebensmittelkontrolleure fahnden immer noch nach der Ursache für die allergischen Schocks, die zahlreiche Commerzbank-Mitarbeiter nach dem Genuss eines Butterfisch-Gerichts erlitten hatten. Proben der Speisen werden gegenwärtig in zwei unabhängigen Laboren untersucht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Insgesamt 35 Banker hatten am Mittwoch in dem privat betriebenen Restaurant Commerzbank-Plaza Fisch gegessen und waren danach mit Ausschlägen, Herzrasen und Bauchschmerzen in Krankenhäuser gebracht worden. Ob der Fisch - wie von den Medizinern angenommen - oder ein anderer Bestandteil der Speisen eine erhöhte Histamin-Konzentration enthielt oder ob die allergischen Schocks andere Ursachen haben, stand auch am Freitag noch nicht fest.

Die bisherigen Untersuchungen hätten "keine ausreichenden Ergebnisse" geliefert, sagte Veterinär Fritz Merl. Daher sei der gesamte Fisch-Restbestand des Restaurantbetreibers sichergestellt worden. Jetzt lassen sowohl das Veterinäramt als auch die Cateringfirma von unabhängigen Instituten Proben der Speisen untersuchen. Mit Ergebnissen wird im Lauf der kommenden Woche gerechnet.

Histamine können in größeren Mengen beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Rund hundert Mitarbeiter hatten das Fischgericht gegessen. 25 der 35 Patienten konnten die Klinik noch am selben Tag wieder verlassen, die anderen zehn am nächsten Tag. Einen Befall mit gefährlichen Bakterien hatte Merl ausgeschlossen.