Commerzbank: Chef Kohlhaussen macht Dresdner Avancen - DER SPIEGEL
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Commerzbank Chef Kohlhaussen macht Dresdner Avancen

Eine Woche nach der gescheiterten Mega-Fusion im Finanzsektor dient sich der Dresdner Bank ein neuer Partner an. Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen erklärte, er sei zur Zusammenarbeit mit der Dresdner bereit.
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Frankfurt am Main - Die Unternehmen hätten seit der geplatzten Fusion zwischen der Dresdner und der Deutschen Bank zwar nicht miteinander gesprochen, sagte Kohlhaussen gegenüber "Dow Jones Newswire". Aber: "Ich würde nicht ausschließen, dass die Dresdner gut passen würde."

Kohlhaussen erklärte, die Dresdner Bank scheine zunächst einmal zu überprüfen, was sie jetzt am besten machen solle. Erstmals gestand der Commerzbank-Chef ein, dass die bisher von seinem Institut befolgte Strategie der europäischen Partnerschaften nur die "zweitbeste Option" sei. "Unsere beste Option wäre die Kräftebündelung auf einheimischer, nationaler Ebene", sagte er. Bislang hatte er öffentlich jeglichen Spekulationen über Fusionen eine Absage erteilt.

Kohlhaussen widersprach Spekulationen, dass er eine Zusammenarbeit oder Fusion mit der Münchner HypoVereinsbank anstrebe oder dass es entsprechende Verhandlungen gebe. "Wenn mein Kollege in München International Banking oder Investment Banking nicht mag, dann ist das eben so", sagte Kohlhaussen im Hinblick auf Äußerungen von HypoVereinsbank-Chef Abrecht Schmidt. 40 Prozent des Commerzbankgewinnes stammten aber aus dem nichtdeutschen Geschäft, das man nicht aufgeben könne.

Auch eine Fusion mit der Deutschen Bank halte er für unwahrscheinlich. Sowohl deren Vorstandsvorsitzender Rolf Breuer als auch er hätten angedeutet, dass sie dafür keine Basis sähen.