Commerzbank: CoBRa scheitert in Frankreich - DER SPIEGEL
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Commerzbank CoBRa scheitert in Frankreich

Die französische Bank Société Générale hat bestätigt, dass ihr von der CoBRa-Beteiligungsgesellschaft der Anteil von 17 Prozent an der Commerzbank angeboten wurde. Bankenkreisen zufolge sucht die CoBRa "verzweifelt" nach einem Käufer.
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Paris - "Es stimmt, dass CoBRa ihre Aktien der Société Générale angeboten hat und wahrscheinlich noch einer Menge anderer Banken", sagte der Chef der Société Générale, Daniel Bouton. Seine Bank habe jedoch nichts gekauft.

Die Zeitung "La Tribune" hatte unter Berufung auf Bankenkreise berichtet, CoBRa suche für ihren 17-prozentigen Commerzbank-Anteil "verzweifelt" einen Käufer und sei dabei auch auf die Société Générale zugegangen. Die deutsche Beteiligungsgesellschaft wolle einen Preis von 52 Euro pro Aktie erreichen, hieß es weiter. Bei der CoBRa war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen gab sich angesichts der CoBRa-Aktivitäten gelassen. Trotz der Absicht, die Commerzbank in eine Allianz mit einem starken europäischen Partner zu drängen, sei die Gruppe keine Bedrohung, sagte Kohlhaussen in einem Interview mit dem hauseigenen Fernsehmagazin "Geldactiv". "In Wirklichkeit geht es hier darum, ihre Position möglichst interessant und zu einem guten Preis weiter zu veräußern." Der Preis dürfte nach seiner Einschätzung beim aktuellen Börsenkurs plus einem Aufschlag von 20 Euro liegen.

Am Mittwoch hatten CoBRa-Chef Hofmann und ein Sprecher der britischen Bank HSBC Gerüchten widersprochen, man verhandele über einen Verkauf von sieben Prozent der Commerzbank-Aktien. Während die HSBC bekundete, kein Interesse am Kauf einer solchen Beteiligung zu haben, sagte Hofmann, er werde sein Paket nur als Ganzes veräußern.