Commerzbank/Dresdner Bank: Fusion rückt näher - DER SPIEGEL
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Commerzbank/Dresdner Bank Fusion rückt näher

Die Vorstände von Commerzbank und Dresdner Bank kommen sich offenbar immer näher. Sie sollen sich bereits auf die Grobstrategie zu einer Vollfusion geeinigt haben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - Die Dresdner Bank und die Commerzbank wollen in etwa zehn Tagen über formelle Fusionsverhandlungen entscheiden. Dies berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf informierte Kreise. Bei einem Treffen der Commerzbank-Führung am Samstag wird erwartet, dass Bankchef Martin Kohlhaussen Überzeugungsarbeit für eine Fusion der beiden Geldhäuser leisten wird. Kohlhaussen und Dresdner-Chef Bernd Fahrholz sollen mittlerweile "die Idee einer völligen Verschmelzung" beider Institute unterstützen.

Die Unterstützung beider Vorstände zu gewinnen, ist nur ein Teil der Aufgabe. Schwieriger wird es sein, die Zustimmung der wichtigsten Anteilseigner zu erhalten. Der Versicherungskonzern Allianz hält 22 Prozent an der Dresdner, die italienische Assicurazioni Generali fünf Prozent an der Commerzbank. Außerdem könnte noch der neue Großaktionär CoBRa Ärger machen, der der Commerzbank bereits mit einer Blockade der Fusion gedroht hat.

Beide Banken sollen sich bereit über eine gemeinsame Strategie geeinigt haben, die laut "Handelsblatt" dem Dresdner-Bank-Konzept ähnelt. So soll die gemeinsame Bank eine Filial- und Investmentbank sein, "um starke Produkte über ein starkes Filialnetz abzusetzen".

Zudem schwinde auf Seiten der Banken die Furcht vor dem Commerzbank-Großaktionär CoBra. Man hoffe, dass sich kein Käufer für den 17-prozentigen-Anteil finden werde und die Gruppe dann entweder zerfalle oder einer Fusion zustimme.