Commerzbank: Fusion mit UniCredito geplatzt - DER SPIEGEL
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Commerzbank Fusion mit UniCredito geplatzt

Die Sondierungsgespräche der Commerzbank mit der Großbank UniCredito über ein Zusammengehen sind gescheitert. Den Italienern soll der Preis zu hoch gewesen sein.
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Hamburg - Ein Unternehmenssprecher der Commerzbank bestätigten am Dienstag, dass die Gespräche mit Unicredito abgebrochen wurden. Das Börsenklima habe es fast unmöglich gemacht, bei den Fusionsverhandlungen faire und vernünftige Lösungen zu finden. Aus Kreisen der italienischen Großbank sei verlautet, das Management der Commerzbank   habe einen zu hohen Preis für eine Kontrollmehrheit der Italiener verlangt, berichtete zuvor die "Financial Times Deutschland" (FTD). Die Aktie der italienischen Großbank UniCredito war in der ersten Septemberwoche um fast zwölf Prozent gefallen, nachdem Analysten das Fusionsvorhaben als wirtschaftlich wenig sinnvoll verworfen hatten.

Spitzenmanager von UniCredito und Commerzbank hatten dem Bericht zufolge am Montag an einem geheimen Ort nach mehrwöchigen Gesprächen einen Durchbruch versucht. Dabei hätten die unterschiedlichen Wertvorstellungen jedoch nicht unter einen Hut gebracht werden können, meldete die Zeitung.

Wie sehr die Commerzbank einen starken Partner nötig hätte, lässt sich an der Eigenkapitalrendite sehen. Während UniCredito mit dieser Erfolgskennzahl bei über 20 Prozent liegt, bringt es die Commerzbank gerade auf 4,5 Prozent.