Commerzbank: Kohlhaussen befürchtet feindliche Übernahme - DER SPIEGEL
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Commerzbank Kohlhaussen befürchtet feindliche Übernahme

Der ehemalige Commerzbank-Chef und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende Martin Kohlhaussen macht sich Sorgen. Seiner Ansicht ist die Selbstständigkeit der kleinsten deutschen Großbank akut gefährdet.
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Frankfurt am Main - "Die Gefahr ist sehr groß", sagte Kohlhaussen der "Welt am Sonntag" (WamS). Seiner Ansicht nach ist das Risiko einer Übernahme größer geworden, da der Aktienkurs den Sprung zurück in die Gewinnzone nicht widerspiegele. Die Commerzbank   ist in den vergangenen Jahren immer wieder Gegenstand von Übernahmegerüchten geworden.

Zuletzt wurde über einen Zusammenschluss mit Deutschlands zweitgrößter Bank, der HypoVereinsbank   spekuliert. "Gegenwärtig werden keine Gespräche mit der HypoVereinsbank geführt", kommentierte Kohlhausen diese Gerüchte gegenüber der "WamS". Aus Branchenkreisen verlautete, dass die Äußerungen Kohlhaussens nicht in Zusammenhang mit akuten Bedrohungen stünden. "Da passiert im Moment nichts", hieß es.

Commerzbank-Finanzvorstand Axel von Ruedorffer sieht in absehbarer Zukunft keine grenzüberschreitenden Bankenfusionen. "Ich sehe das nicht in 2003 und wäre sehr überrascht, wenn es in 2004 stattfinden würde", hatte er in der vergangenen Woche in einer Analystenkonferenz gesagt.

Deutschlands drittgrößte börsennotierte Bank hatte mit 38 Millionen Euro im ersten Quartal 2003 überraschend den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft und ist auch für das Gesamtjahr zuversichtlich, schwarze Zahlen zu schreiben. 2002 hatte die Commerzbank zum ersten Mal in ihrer Geschichte rote Zahlen geschrieben. Seit Oktober, als die Commerzbank-Papiere auf den tiefsten Stand seit zwei Jahrzehnten gefallen waren, haben die Aktien rund 75 Prozent an Wert zugelegt, notieren aber mit 8,82 noch weit unter ihrem Niveau vom Vorjahr, als das Papier noch für Kurse um 20 Euro gehandelt wurde. Der aktuelle Börsenkurs ist nach Kohlhaussens Ansicht "höchst unbefriedigend".

Zu den größten Aktionären der Commerzbank zählt neben der Münchener Rück   der italienische Versicherer Generali   und die Beteiligungsgesellschaft WCM  .