Commerzbank Kohlhaussen bestreitet Deal mit CoBRa
Frankfurt am Main - "Seit dem ersten Auftreten der Rebon/Cobra ist der Kurstrend der Commerzbank-Aktie abwärts gerichtet", betonte Martin Kohlhaussen während seiner Rede bei der Hauptversammlung der Bank. Aktuell steht das Papier bei 32 Euro. Mehrere institutionelle Investoren hätten dem Vorstand zu verstehen gegeben, dass die undurchsichtige Gruppe ein Hinderungsgrund für ein Engagement in Commerzbank-Aktien darstelle.
Cobra hat zur Hauptversammlung mehrere Sonderanträge gestellt und will dem Vorstand das Vertrauen entziehen lassen. Da die gebündelten Opponenten-Stimmen von einst 17 Prozent auf weniger als zehn Prozent zusammengeschmolzen sind, werden dieser Absicht allerdings nur noch geringe Chancen eingeräumt. Hauptstreitpunkt ist eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital im vergangenen Jahr, bei der das Bezugsrecht der Commerzbank-Altaktionäre ausgeschlossen war.
Die Commerzbank ist laut Kohlhaussen weiter offen für Akquisitionen, Kooperationen und partnerschaftliche Arrondierungen. Er halte es allerdings nicht für die primäre Aufgabe der Institutsleitung, einer Übernahmefantasie Vorschub zu leisten, sagte der scheidende Chef. Vorstand und Aufsichtsrat würden sich weiterhin mit allen Optionen auseinandersetzen, die das Umfeld biete oder erfordere.