Commerzbank: Kohlhaussen sucht offenbar händeringend Partner - DER SPIEGEL
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Commerzbank Kohlhaussen sucht offenbar händeringend Partner

Nach dem Scheitern der Fusion von Deutscher und Dresdner Bank rückt nun die Commerzbank zunehmend in den Blickpunkt. Trotz aller Dementis sei der Chef des Unternehmen, Martin Kohlhaussen, intensiv auf Partnersuche, hieß es in Bankenkreisen. Neuer Favorit soll die HypoVereinsbank sein.
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Frankfurt am Main - Der Commerzbank-Lenker habe sich um eine Fusion mit der HypoVereinsbank (HVB) bemüht, verlautete am Sonntag aus den Bankkreisen. "Kohlhaussen wäre gern mit der HVB zusammen gegangen."

Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Ullrich Ramm, sagte dagegen im "Mitteldeutschen Rundfunk", die Commerzbank sei im Gegensatz zur HVB international ausgerichtet und erwirtschafte etwa die Hälfte ihres Gewinns im Ausland. Er bezweifle deshalb, dass es eine gemeinsame Strategie geben könne.

Ein HVB-Sprecher verwies auf wiederholte Äußerungen des Vorstandssprechers Albrecht Schmidt, wonach die Ausrichtung der Commerzbank wie auch der Dresdner Bank nicht zur HVB-Strategie einer "Bank der Regionen" passe, die sich auf das Privatkunden- und Immobiliengeschäft konzentriere.

Die "Welt am Sonntag" berichtet, dass Kohlhaussen "mit aller Kraft" eine Anbindung seines Instituts an die bayerische Bank anstrebe, um das Haus vor einer feindlichen Übernahme zu schützen. Er habe sogar eine Verlegung der Zentrale der viertgrößten Bank Deutschlands von Frankfurt nach München angeboten.

Schon vor Wochen war spekuliert worden, die britische HSBC habe heimlich ein Commerzbank-Paket von 20 Prozent erworben. Vergangene Woche hatte Kohlhaussen erklärt, er sei zu Gesprächen mit der Dresdner Bank über eine Kooperation bereit.