Commerzbank: Rote Zahlen, harter Sparkurs - DER SPIEGEL
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Commerzbank Rote Zahlen, harter Sparkurs

Das Institut hat ein umfangreiches Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm vorgelegt. 3400 Stellen sollen wegfallen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Die Massenentlassungen sollen nach Unternehmensangaben "sozialverträglich" umgesetzt werden. Ein wichtiges Ziel ist es nach Angaben der Commerzbank, die Verwaltungskosten zu reduzieren und auf den Stand des Jahres 2000 zurückzuführen. Die Maßnahmen bringen auch Veränderungen auf der Vorstandsebene mit sich. Wie bereits in der Presse spekuliert worden war, scheiden der für die Vermögensverwaltung zuständige Heinz Hockmann im "gegenseitigen Verständnis" und der für das Privatkundengeschäft verantwortliche Norbert Käsbeck wegen "gesundheitlicher Gründe" aus. Neu in den Vorstand berufen wurden Martin Blessing und Mehmet Dalman. Blessing war bis August 2001 Vorstandssprecher der Advance Bank, Mehmet Dalman leitete bislang das Geschäftsfeld "Securities" der Commerzbank.

Anfang August hatte die Commerzbank einen Gewinneinbruch von 76 Prozent für das erste Halbjahr 2001 bekannt gegeben. Danach war das Finanzinstitut auf die Kostenbremse getreten und hatte sowohl verschiedene IT-Projekte gestrichen als auch einen Einstellungsstopp verhängt. Damit sollten Kosten von rund 240 Millionen Euro in diesem Jahr eingespart werden. Zu dem Sparprogramm zählte auch die Schließung von 150 Filialen.