Commerzbank Société Générale will angeblich CoBRa-Paket kaufen
Paris - Die Société Générale habe "ein Problem mit der kritischen Masse und braucht eine grenzüberschreitende europäische Allianz", sagte Hofmann der französischen Zeitung "La Tribune". In dem Bericht wird die französische Bank als möglicher Interessent an dem Commerzbank-Anteil von 17 Prozent genannt. Unter Berufung auf Bankenkreise heißt es weiter, dass die CoBRa bereits verschiedene europäische Banken angesprochen habe und einen Preis von 52 Euro pro Aktie erreichen wolle. Momentan notiert das Commerzbank-Papier bei knapp unter 38 Euro. Die CoBRa hat den Bericht bisher nicht dementiert.
Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen gab sich angesichts der CoBRa-Aktivitäten gelassen. Trotz der Absicht, die Commerzbank in eine Allianz mit einem starken europäischen Partner zu drängen, sei die Gruppe keine Bedrohung, sagte Kohlhaussen in einem Interview mit dem hauseigenen Fernsehmagazin "geldactiv". "In Wirklichkeit geht es hier darum, ihre Position möglichst interessant und zu einem guten Preis weiter zu veräußern." Der Preis dürfte nach seiner Einschätzung beim aktuellen Börsenkurs plus einem Aufschlag von 20 Euro liegen.
Am Mittwoch hatten CoBRa-Chef Hofmann und ein Sprecher der britischen Bank HSBC Gerüchten widersprochen, man verhandele über einen Verkauf von sieben Prozent der Commerzbank-Aktien. Während die HSBC bekundete, kein Interesse am Kauf einer solchen Beteiligung zu haben, sagte Hofmann, er werde sein Paket nur als Ganzes verkaufen.