Commerzbank Übernahmegerüchte treiben Aktienkurs
Frankfurt am Main - Am Börsenplatz Frankfurt wurden schon die potenziellen Käufer genannt. Darunter sind die niederländische Bank ABN Amro, die Credit Suisse First Boston sowie die aus dem Banco Santander hervorgegangene spanische Großbank BSCH.
Hintergrund der neuen Spekulationen ist eine Studie der ABN Amro-Bank, die nach der gelungenen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone AirTouch den deutschen Markt nun leichter zugänglich für ausländische Investoren hält. Als einer der potenziellen Übernahmekandidaten taucht dabei auch die Commerzbank auf. Als Preis für einen ausländischen Käufer werden 50 Euro pro Aktie, bei einem inländischen Interessenten 60 Euro genannt.
Die betroffenen Banken selbst hielten sich bedeckt. "Zu Gerüchten geben wir keine Stellungnahme ab", lautete die offizielle Erklärung der Comerzbank. Auch Credit-Suisse-Sprecher André-Lou Sugar widersprach den Gerüchten: "Wir sind über Monate hinweg immer wieder mit der einen oder anderen Großbank in Verbindung gebracht worden, einmal war es die Dresdner Bank, nun ist es die Commerzbank. Deshalb sagen wir dazu gar nichts mehr."
Den Anlegern reichte die Spekulation allerdings schon, um den Commerzbank-Kurs um zehn Prozent auf 35,45 Euro anziehen zu lassen.