Commerzbank Übernahmephantasien trotz Dementis
Frankfurt am Main - Die niederländische Finanzholding Rebon, der Schweizer Bankier Martin Ebner und die Hamburger Finanzgruppe WCM sind bereits als Großaktionäre bei der Commerzbank bekannt. Gemeinsam könnten sie bereits eine Sperrminorität bei dem Frankfurter Geldhaus besitzen. Während Rebon nach Zeitungsangaben bereits mehr als 20 Prozent besitzen könnte, wird der Einfluss von Ebner auf zehn Prozent der Anteile geschätzt. Die WCM-Gruppe sei mit knapp fünf Prozent beteiligt.
Nach Angaben des SPIEGEL ist jetzt auch die Dresdner Bank an der Commerzbank interessiert. Bank-Manager hätten bei der niederländischen Rebon angefragt, um deren Commerzbank-Anteile zu übernehmen. Rebon wollte diese Meldung bisher nicht bestätigen.
Unterdessen sorgt auch der niederländische Finanzkonzern ING für Übernahmephantasien. Nach eigenem Bekunden werde ein Fusionspartner in Europa gesucht. Auch die ING-Gruppe dementierte ein konkretes Interesse an der Commerzbank.
Die Aktie des Frankfurter Kreditinstitutes wurde allein von den Gerüchten um eine mögliche Übernahme in die Höhe gezogen. Bis zum frühen Nachmittag stieg sie um etwa zwei Prozent.