Commerzbank Vorstand sammelt Truppen gegen Cobra
Düsseldorf - Nach Informationen des "Handelsblatt" versucht die Commerzbank, die institutionellen Anleger im In- und Ausland auf ihre Seite zu bringen. Damit will die Bank sicher gehen, dass die Anträge der Aktionärsgruppe Cobra, die offiziell eine Beteiligung von 9,98 Prozent hält, abgelehnt werden.
Marktteilnehmer gehen davon aus, dass Cobra informell 17 bis 20 Prozent des Grundkapitals kontrolliere. Rund zwei Drittel der Aktien sind in den Händen institutioneller Anleger wie Fonds und Versicherungen. "Wir haben diese Investoren angesprochen. Mit welchem Erfolg, wird sich auf der Hauptversammlung zeigen", sagte am Mittwoch ein Sprecher der Bank.
"Die Commerzbank hat mit uns geredet", bestätigte ein Fonds-Manager. Es sei im Vorfeld wichtiger Entscheidungen durchaus üblich, dass Unternehmen verstärkt für ihre Strategie werben. "Doch wir sind in erster Linie unseren Anlegern verpflichtet und werden in ihrem Interesse abstimmen", sagte er.