Commerzbank: Zwei Vorstände müssen gehen - DER SPIEGEL
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Commerzbank Zwei Vorstände müssen gehen

Der neue Vorstandschef Klaus-Peter Müller hat mit dem angekündigten Großreinemachen begonnen. Als erstes wechselt der Neue zwei Vorstände aus.
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Frankfurt am Main/Hamburg - Die Commerzbank   will sich nach Informationen der Wochenzeitung "Die Zeit" von zwei Vorstandsmitgliedern trennen und 4000 Angestellte entlassen. Gehen sollen die Vorstandsmitglieder Heinz Hockmann (Vermögensverwaltung) und Norbert Käsbeck (Privatkundengeschäft).

Die Personalien seien Teil des umfangreichen Konzernumbaus, mit dem Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller das Unternehmen profitabler machen wolle. Commerzbank-Sprecher Peter Pietsch wollte am Mittwoch in Frankfurt dazu keine Stellung nehmen. Er kündigte aber an, dass am Montag auf einer Aufsichtsratssitzung über die Ausgestaltung der seit Monaten angekündigten Sparmaßnahmen entschieden werden soll.

Filialnetz wird stark ausgedünnt

Laut "Zeit" berichten Führungskräfte der Bank, dass mindestens 50 Filialen - mehr als bisher geplant - geschlossen werden sollen. Insgesamt müssten bis zu 4000 Angestellte gehen. Das sind gut zehn Prozent der Belegschaft. Zudem werde überlegt, die Gehälter so weit möglich zu kürzen. Auch ihres Weihnachtsgeldes sollten sich Commerzbanker in diesem Jahr nicht allzu sicher sein, heißt es in dem Bericht.

Vorstandssprecher Müller werde seine Pläne dem Aufsichtsrat präsentieren. Unternehmenssprecher Pietsch meinte dazu, da es noch keine Beschlüsse gebe, sei alles Spekulation.

Die Commerzbank hatte im ersten Halbjahr 2001 einen drastischen Gewinnrückgang vor Steuern um 74 Prozent im Jahresvergleich auf 495 Millonen Euro (rund 968 Millionen Mark) verzeichnet. Zur "Eindämmung der Kostenflut" wurde deshalb ein Einstellungsstopp verhängt, und es wurden IT-Projekte gestrichen. Auch die Schließung von Filialen ist seit längerem im Gespräch.

Der Aktienkurs der Commerzbank gab im Mittwochshandel um zwischenzeitlich um 1,2 Prozent nach.