Compaq Drastischer Gewinneinbruch
Houston/New York - Der international führende Hersteller von Personalrechnern gab am Donnerstag bekannt, dass der Gewinn im ersten Quartal deutlich unter den Prognosen liegen wird. Erwartet worden waren 19 Cent je Aktie, nun sollen es nach Unternehmens-Angaben nur noch 12 bis 14 Cent pro Aktie sein.
Auch die Umsatz-Prognose wurde revidiert. Auf Grund der schwachen US-Wirtschaft werden die Einnahmen nach Schätzungen des Vorstands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar fallen. Bereits im vergangenen Monat hatte Compac-Chef Michael Capellas darauf hingewiesen, dass es immer schwieriger werde, mit PCs Geld zu verdienen. Daher setze der Computer-Hardwarehersteller verstärkt auf die Entwicklung neuartiger Internet-Zugangsgeräte.
Zu den einschneidensten Maßnahmen gehört die Reduzierung der Belegschaft. 5000 Stellen werden abgebaut, das entspricht einer Quote von etwa sieben Prozent. Unter den Mitarbeitern, die sich einen neuen Job suchen müssen, ist auch Finanzdirektor Jesse J. Greene Jr.. Er wird den Vorstand verlassen und durch seinen Vize Jeff Clarke abgelöst.
Die Restrukturierungskosten im ersten Quartal bezifferte Compaq auf 125 bis 150 Millionen Dollar. Der Verkauf einer Beteiligung bei Road Runner soll etwa 120 Millionen Dollar einbringen.
An der Wall Street wurden die Restrukturierungpläne positiv aufgenommen. Die Aktie schloss mit 18,50 Dollar leicht im Plus und konnte nachbörslich vorübergehend zulegen, ehe sie gegen 0.30 Uhr deutsche Zeit wieder ins Minus drehte.