Compaq: Hardware ist out - DER SPIEGEL
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Compaq Hardware ist out

Schlechte Absatzzahlen zwingen den Computerriesen Compaq zum Umdenken. In Zukunft soll auch eigene Software verkauft werden, was Analysten wenig erfreut.
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New York - Nach einem drastischen Rückgang der Nachfrage für Computer plane Compaq, künftig Pakete von Hardware, Software und Dienstleistungen anzubieten, schreibt das "Wall Street Journal". Mit diesem Strategieschwenk beschreite Compaq dem Weg von IBM und mache sich weniger abhängig von Schwankungen des Computermarktes, zitierte die Zeitung aus einem internen Papier von Compaq-Chef Michael Capellas.

Innerhalb von vier Jahren sollen Dienstleistungen ein Drittel des Umsatzes ausmachen, gibt Capellas als Ziel vor. Derzeit, so der Compaq-Chef, sei es nur ein Fünftel. Dazu sei auch der Kauf anderer Unternehmen geplant. Capellas habe für diesen Zweck bereits 500 Millionen Dollar (rund 1,1 Milliarden Mark) vorgesehen.

Um Finanzmittel für diese Neuausrichtung bereitzustellen, sollen über die im März angekündigten 600 Millionen Dollar weitere 200 Millionen Dollar an Kosten eingespart werden.

Analysten zeigten sich von dem Strategiewechsel bei Compaq wenig begeistert. "Für mich heißt das einfach, dass sie im Hardware-Bereich kein Geld verdienen", sagte Charles R. Wolf, Analyst bei Needham & Co. Auch andere Experten kritisierten den Schritt als Verzweiflungstat. Sie wiesen vor allem auf die hohen Kosten hin, die der Neuaufbau eines eigenen Softwarebereiches mit sich ziehe. Bereits in der vergangenen Woche hatten mehrere Brokerhäuser, darunter Merrill Lynch, ihre Prognosen für Compaq nach unten korrigiert.