Compaq: Verlust schlimmer als erwartet - DER SPIEGEL
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Compaq Verlust schlimmer als erwartet

In die Konzern-Ehe mit Hewlett-Packard bringt Compaq vor allem eines ein: hohe Verluste. Das letzte Quartal war laut Compaq-Chef Michael Capellas das bisher schwierigste überhaupt.
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Houston - Die weltweit schwächere IT-Nachfrage, der Preiskampf mit der Konkurrenz und logistische Probleme nach den Terroranschlägen hätten dem Computerkonzern aus Houston im dritten Quartal einen drastischen Umsatzeinbruch beschert, bestätigte Capellas am Dienstag nach Börsenschluss in den USA.

Die Einnahmen schrumpften gegenüber dem Vergleichszeitraum um 33 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar. Hatte Compaq im dritten Quartal 2000 noch 557 Millionen Dollar Gewinn gemacht, bleiben unter dem Strich nun 499 Millionen Dollar Verluste.

Werden einmalige Faktoren ausgeklammert, belief sich der Verlust immer noch auf 120 Millionen Dollar oder 7 Cents je Aktie. Compaq untertraf damit die bereits pessimistischen Schätzungen von Analysten - sie hatten mit einem Verlust von 6 Cent gerechnet.

In den ersten neun Monaten hat Compaq nun einen Verlust von 700 Millionen Dollar angehäuft, nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar in den ersten drei Quartalen 2000.

Auch für das vierte Quartal und die erste Hälfte des kommenden Jahres erwartet Capellas keine Verbesserungen. Im Schlussquartal dürfte Compaq weiterhin einen Verlust von dann 3 Cents pro Aktie machen, sagte er. Analysten hatten bereits auf eine Rückkehr in die Gewinnzone gesetzt.

Trotz der schlechten Ergebnisse glaubt Capellas, dass Carly Fiorina, Chefin von Hewlett-Packard, an den Hochzeitsplänen der beiden Unternehmen festhält. Er rechne damit, dass die Fusion im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werde.