Computer: Dell verärgert chinesische Kunden mit Lieferverzögerungen - DER SPIEGEL
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Computer Dell verärgert chinesische Kunden mit Lieferverzögerungen

Der Erfolg seines neuen Multimedia-Laptops in China hat den Computerhersteller Dell überrascht. Daraus aber ergibt sich ein echtes Problem, denn die Chinesen sind empört über die langen Lieferzeiten. Einige der Kunden wollen jetzt eine Sammelklage anstrengen.
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Hong Kong – Die Multimedia-Maschine, die auf den komplizierten Namen XPS M1330 getauft wurde, ist erst seit Juni in China zu haben. Der Preis ist mit umgerechnet 1146 Euro für chinesische Verhältnisse sehr hoch – und entsprechend hoch gesteckt sind die Erwartungen der Kunden.

Schnell seien deshalb Beschwerden laut geworden, als viele auf ihren Rechner warten mussten, zitiert das US-Magazin "Forbes" das chinesische Online-Portal PC-Online. Dort sei von einer durchschnittlichen Lieferverzögerung um 20 Tage die Rede, in Extremfällen habe Dell auch mal 50 Tage länger gebraucht. In China müssen Dell-Kunden ohnehin bereits rund 20 Tage Lieferzeit in Kauf nehmen.

Bei Dell sei man ob der öffentlich geäußerten Kritik in China alarmiert. Denn der Computerhersteller habe dort ohnehin mit Imageproblemen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr hätten die Klagen zweier Chinesen große Aufmerksamkeit erregt, die Schadenersatz wegen falscher CPUs verlangt hatten. Auch Lieferverzögerungen stehen nicht das erste Mal in der Kritik. Zu Anfang hätte Dell wegen Engpässen bei Flachdisplays schon einmal mit Verzögerung ausgeliefert.

"Wir liefern zurzeit, so viel wir können", versuchte denn auch Alex Cruzen, den Chef der Consumer-Sparte, in einem Weblog die Gemüter zu beruhigen. "Aber in einigen Fällen, werden wir die Lieferung nicht vorziehen können." Er versprach, die betroffenen Kunden zu benachrichtigen.

mik