Computerchips Staatsanwalt ermittelt gegen Intel
New York - Intel muss sich einer offiziellen Wettbewerbsuntersuchung stellen. Der New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo will klären, ob das Unternehmen mit unfairen Mitteln gegen den Konkurrenten AMD gekämpft hat. Cuomao forderte Intel auf, den Ermittlern Dokumente und Informationen zur Verfügung zu stellen.
Dabei soll geklärt werden, ob der Marktführer Computerhersteller dafür bestrafte, dass sie Prozessoren bei der Konkurrenz kauften. Geprüft wird auch, ob Intel Kunden mit unrechtmäßigen Zahlungen lockte und Wettbewerber von Vertriebskanälen fernhielt.
Der weltweite Marktanteil von Intel bei den dominierenden x86- Prozessoren wird auf 90 Prozent beim Umsatz und auf 80 Prozent bei den Stückzahlen geschätzt, erklärte der New Yorker Staatsanwalt. Die Untersuchung soll klären, ob Intel diese Marktmacht missbraucht habe, um Wettbewerber auszuschließen oder Innovationen zu bremsen.
Im Juli 2007 hatte bereits die EU-Kommission ein Verfahren gegen Intel eingeleitet. Auch dabei ging es um den Vorwurf, AMD mit illegalen Praktiken vom Markt für Computerprozessoren ferngehalten zu haben. Intel weist die Vorwürfe zurück.
Die Südkoreanische Wettbewerbsaufsicht warf Intel im September ebenfalls vor, gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben. Die japanischen Wettbewerbshüter hatten bereits 2005 Intels Rabatte und Zahlungen an Computerhersteller angeprangert.
wal/dpa