Comtech: Klage gegen MobilCom-Chef Schmid - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Comtech Klage gegen MobilCom-Chef Schmid

Die US-Investorengruppe PIGF-CT hat MobilCom auf Schadenersatz verklagt. Der Chef des Mobilfunkanbieters Gerhard Schmid soll der Klage zufolge seine Geschäftsführer-Position bei Comtech missbraucht haben, um den Computerhändler für das eigene Unternehmen auszuschlachten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Büdelsdorf - MobilCom hat am Montag bestätigt, dass eine Schadenersatzklage im Zusammenhang mit der Computerkette Comtech vorliegt. Die Schadenersatzforderungen seien abwegig. "Focus" hatte zuvor berichtet, die US-Investoren PIGF-CT, die mit MobilCom an der deutschen Computer-Firma Comtech beteiligt seien, hätten eine Schadenersatzklage von bis zu 200 Millionen Mark eingereicht.

Dem Landgericht Kiel zufolge beträgt der Streitwert fünf Millionen Mark. Eine Gerichtssprecherin bestätigte, PIGF-CT hätten MobilCom auf Schadenersatz verklagt. Den Vorwürfen zufolge solle MobilCom-Chef und Comtech-Geschäftsführer Gerhard Schmid seine Doppelfunktion missbraucht und Vermögenswerte der Comtech zu billig an MobilCom verkauft haben.

Schmid hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, die Forderungen seien völlig unberechtigt. MobilCom ist nach eigenen Angaben zu 75 Prozent an Comtech beteiligt. Die übrigen 25 Prozent würden von Luxemburger Gesellschaftern mit dem Namen Palladium gehalten.

Mit US-Investoren habe er nichts zu tun gehabt. Bei Comtech war am Montag zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.