Concorde-Rettungsversuch BA verschmäht Bransons Millionen
London - "Die Concorde ist nicht zu verkaufen. Unsere Position ist absolut unverändert", sagte eine BA-Sprecherin. BA werde seine Überschallflieger bis Oktober ausmustern, teilte die Fluggesellschaft weiter mit mit. Zuvor hatte der Chef von Virgin Atlantic Airways, Richard Branson, sein Angebot für die Concorde-Flugzeuge von BA um den Faktor eine Million erhöht
In einem Gespräch mit dem "Sunday Telegraph" teilte Branson am Sonntag mit, er wolle dem Konkurrenten British Airways in dieser Woche ein Angebot von fünf Millionen Pfund (sieben Millionen Euro) zur Übernahme der für die Ausmusterung bestimmten fünf Überschallflugzeuge machen. Zuvor hatte Branson ein Pfund pro Maschine angeboten.
Branson hat für den Fall der Zurückweisung seines Angebots eine weitere Idee parat. Er will BA die Bildung einer gemeinsamen Stiftung mit Wohltätigkeitsstatus vorschlagen, die zumindest zwei Concorde-Flugzeuge in Betrieb halten soll. Er wolle zu der Stiftung ein Startkapital von einer Million Pfund beitragen. Er plane, die Flugrouten nach New York, Barbados und Dubai retten, sagte Branson.
Aus Kostengründen wollen BA und Air France ihre Flüge mit den Überschallmaschinen spätestens zum 1. November einstellen. Beim Absturz einer Concorde der Air France waren im Juli 2000 bei Paris 113 Menschen ums Leben gekommen, davon 97 Deutsche. BA und Air France hatten ihren Concorde-Verkehr daraufhin vorübergehend eingestellt und die 30 Jahre alten Maschinen mit Millionenaufwand überholt. Doch das Interesse an den Concorde-Flügen von BA erreichte danach nie mehr das alte Niveau.