ConSors: 100 Mitarbeiter müssen gehen - DER SPIEGEL
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ConSors 100 Mitarbeiter müssen gehen

Laut ConSors-Chef Karl Matthäus Schmidt lief das erste Quartal 2001 schlecht. Mit Einschnitten beim Personal soll der nun drohende Gewinneinbruch abgemildert werden.
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Düsseldorf - ConSors wird seinen Aktionären am Dienstag keine erfreulichen Zahlen für das erste Quartal präsentieren können. "Das erste Quartal war nicht gut", der schlechte Trend des Jahresendes 2000 habe sich fortgesetzt, sagte Schmidt in einem Interview mit dem "Handelsblatt". In der Konsequenz würden etwa 100 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert.

Übernahmegerüchten erteilte Schmidt eine Absage. Trotz zahlreicher Anfragen würden keine Verkaufsverhandlungen geführt. Zuletzt war immer wieder die Allianz als Interessent ins Gespräch gebracht worden.

Analysten erwarten Gewinneinbruch

Analysten erwarten für das erste Quartal 2001 ein Vorsteuerergebnis von minus 20 bis 25,7 Millionen Euro. Dagegen erwirtschafteten die Nürnberger im ersten Quartal des Vorjahres, das durch den Aktienboom an den internationalen Börsen gekennzeichnet war, ein Ergebnis vor Steuern von 15,0 Millionen Euro in der AG und von 8,4 Millionen konzernweit.

"Der wesentliche Grund für das schwächere Ergebnis sind die rückläufigen Provisionserträge", sagte Thomas Rothäusler, Analyst beim Bankhaus Julius Bär. Der Branchenexperte rechnet mit einem Vorsteuerergebnis von minus 20 bis 24 Millionen Euro.

Orderaktivität und Ordergröße stark rückläufig

Dabei erwartet der Experte einen 20-prozentigen Rückgang der Orderaktivität. Auch die durchschnittliche Ordergröße sei von der anhaltenden Flaute an den internationalen Aktienmärkten geprägt und deshalb nicht nur im Vergleich des ersten Quartals 2000 zum ersten Quartal 2001, sondern auch im Vergleich mit dem vierten Quartal des Vorjahres eingebrochen.

Auch Ralf Dibbern, Bankenanalyst bei M.M.Warburg, sieht sinkende Provisionserträge für ConSors. Seinen Schätzungen zufolge dürften sie bei 41,2 Millionen Euro liegen. Als Gründe für den nicht unerwarteten Rückgang führt Dibbern ebenfalls das geringe Ordervolumen und die gesunkene durchschnittliche Ordergröße bei dem Online-Broker an. Dibbern schätzt das Vorsteuerergebnis auf minus 25,7 Millionen Euro.