Consors: Börsenkrise drückt das Geschäft - DER SPIEGEL
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Consors Börsenkrise drückt das Geschäft

Der Online-Broker Consors leidet unter der Börsenkrise. Insbesondere die Neukunden, die während des Booms Anfang 2000 ihr Konto eröffnet hatten, springen jetzt wieder ab.
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Nürnberg - 14.300 Kunden haben ihr Depot bei Consors im ersten Quartal 2001 geschlossen, das Depotvolumen des Direktbrokers sank um 13 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Consors-Chef Karl Matthäus Schmidt redete denn auch am Mittwoch bei der Vorstellung der Zahlen von einer "trüben Stimmung". Doch wolle man die Baisse nutzen, "um effektiv Kosten zu senken", sagte er weiter. Das bisherige Budget soll um 15 Prozent gekürzt werden.

Dennoch stehe Consors nicht schlecht da: Das abgelaufene Jahr war das beste seit Bestehen. Insgesamt konnte Consors 200.000 neue Kunden gewinnen - die Gesamtzahl stieg damit auf 562.000 Depots. Die Zahl der Trades stieg im Vergleich zu 1999 um 145 Prozent auf 12,3 Millionen. Erstmals soll eine Dividende an die Consors-Aktionäre ausgeschüttet werden. Vorgesehen sind 0,18 Euro (0,35 Mark) je Aktie.

Zwar sei das erste Quartal 2001 eher "gedämpft" verlaufen, doch auch hier gebe es positive Nachrichten: So stünden den 14.300 abgesprungenen Kunden 27.000 Neukunden gegenüber - unterm Strich habe Consors also zugelegt. Und die Anzahl der Trades sei im Vergleich zum vierten Quartal 2000 trotz der Börsen-Depression um "nur 20 Prozent" zurückgegangen, sagte Schmidt.

Der Jahresüberschuss für 2000 beläuft sich auf 17 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,38 Euro. Die operativen Erträge nahmen gegenüber 1999 um 167 Prozent auf 333,7 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) wurde um 123 Prozent auf 97,5 Millionen Euro verbessert. Dies sei trotz des Aufbaus der europäischen Tochtergesellschaften sowie der Investitionen in den Ausbau der IT-Plattformen gelungen, betonte Schmidt.