ConSors: Eigenes Investmenthaus - DER SPIEGEL
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ConSors Eigenes Investmenthaus

ConSors-Gründer Karl Matthäus Schmidt schafft Fakten. Er gründet die Berliner Effekten in ein eigenes Investmenthaus um. Beim Geschäft mit Börsengängen sollen private Anlegern bevorzugt werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nürnberg - Mit der Tochtergesellschaft Consors Capital Bank AG - so der neue Name der Investmentbank - will Schmidt die Produkt- und Dienstleistungspalette des Discount-Brokers ausbauen.

Die Internet-Bank werde sich bei der Organisation von Börsengängen an Konsortien beteiligen, eigene Aktien-Analyse betreiben und Kooperationen mit Unternehmen eingehen. Von den neuen Dienstleistungen sollen vor allem Privatanleger profitieren, beispielsweise durch eine bevorzugte Behandlung bei der Ausgabe neuer Aktien.

Die neue Tochter entsteht aus der bisherigen Berliner Effekten Bank mit Sitz in Frankfurt und Berlin. Vorstand der umfirmierten Bank wird Alfred Möckel. Consors-Vorstandschef Reto Francioni soll den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. 60 Prozent halte die Konzernmutter Consors Discount-Broker AG, ein Viertel der Anteile das Management sowie Beschäftigte und 15 Prozent die Berliner Effektengesellschaft.

"Mit dem Einstieg ins Investmentgeschäft haben wir unsere strategische Positionierung um einen wichtigen Baustein erweitert", sagte Consors-Vorstandschef Francioni, der bis Ende vergangenen Jahres stellvertretender Chef der Frankfurter Börse war.

Nach Angaben Möckels soll die neu gegründete Investmentbank bereits 2002 einen Gewinn von mehreren Milionen Euro abwerfen.