Corona-Krise: Börsen rauschen ab - DER SPIEGEL
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Aktienhandel Börsen rauschen erneut ab

Bei einem Minus von fast acht Prozent im Dow-Jones-Index ist der Handel an der Wall Street kurzfristig ausgesetzt worden. Auch der Dax fiel mehr als fünf Prozent.
Händler an der Wall Street (Archivbild): Der Handel wurde erneut kurzfristig ausgesetzt
Händler an der Wall Street (Archivbild): Der Handel wurde erneut kurzfristig ausgesetzt

Händler an der Wall Street (Archivbild): Der Handel wurde erneut kurzfristig ausgesetzt

Foto: Craig Ruttle / dpa
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Der deutsche Aktienmarkt hat seine beispiellose fast vierwöchige Talfahrt fortgesetzt. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sorgt nach wie vor für immense Unsicherheit.

Der Dax rauschte um 5,6 Prozent auf 8441 Punkte abwärts. Die Stabilisierung am Vortag ist damit wieder Makulatur. Die Verluste seit Beginn des Börsen-Crashs im Februar summieren sich mittlerweile auf mehr als 5100 Dax-Punkte oder fast 40 Prozent. Dem Börsenbarometer droht charttechnisch orientierten Experten zufolge ein weiteres Absacken in Richtung 8000 Punkte.

Der MDax fiel um 5,5 Prozent auf 17.909 Punkte. Erstmals seit fast vier Jahren war der Index der mittelgroßen Börsenwerte am Montag wieder unter die Marke von 20.000 Punkten gesunken. Europaweit und in den USA sah es nicht besser aus als hierzulande. An der Wall Street wurde der Handel wie bereits mehrfach in der Krise erneut kurzfristig ausgesetzt.

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Der Dow-Jones-Index verlor im Handelsverlauf 7,8 Prozent auf 19.576 Punkte. Der breitere S&P500 gab rund sieben Prozent auf 2351 Zähler nach und die Technologiebörse Nasdaq verlor 6,3 Prozent auf 6872 Zähler.

Die Ölpreise setzten ihre Talfahrt ebenfalls fort und fielen auf lange zurückliegende Niveaus. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 25,29 Dollar. Das waren 3,45 Dollar weniger als am Vortag. Dies ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2003.

Trump will Gesetz aus Kriegszeiten aktivieren

Die US-Regierung will mit neuen Maßnahmen der Coronakrise begegnen: Präsident Donald Trump kündigte an, im Notfall auf ein ursprünglich für Kriegszeiten vorgesehenes Gesetz zurückgreifen. Der Defense Production Act (Verteidigungs-Produktions-Gesetz) stattet den Präsidenten bei Bedarf mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu können.

Angeordnet werden kann dann zum Beispiel die Produktion essenzieller Materialien und Waren, um angemessen auf die Krise zu reagieren. "Nur für den Fall, dass wir es brauchen", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Als Beispiele führte er Schutzmasken an, die in der globalen Gesundheitskrise rar geworden sind. "Wir haben Millionen davon angefordert, und wir brauchen Millionen mehr", sagte Trump.

Offenbar Konjunkturpaket in Höhe von 500 Milliarden Dollar geplant

Medienberichten zufolge will die US-Regierung im Zuge eines Konjunkturpakets rund 500 Milliarden Dollar direkt an Steuerzahler verteilen, um die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie abzufedern.

Die beiden Auszahlungen von je 250 Milliarden Dollar im April und Mai sollen nach Einkommen und Familiengröße gestaffelt werden, berichteten die Zeitungen "Washington Post" und "New York Times" unter Berufung auf einen Vorschlag des Finanzministeriums.

Die Auszahlungen sollten demnach per Scheck oder Überweisungen passieren. Trump sagte, die genaue Höhe der Auszahlungen an die US-Steuerzahler werde noch verhandelt. "Wir prüfen viele Zahlen", sagte der Präsident weiter.

brt/dpa/Reuters