Crédit Lyonnais: Strafaktion gegen die Dresdner Bank - DER SPIEGEL
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Crédit Lyonnais Strafaktion gegen die Dresdner Bank

Die französische Bank Crédit Lyonnais (CL) hat die Aktionärsstimmrechte der Dresdner Bank für zwei Jahre ausgesetzt. Hintergrund ist die Angst vor einer feindlichen Übernahme.
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Paris - Nach den Worten von Jean Peyrelevade, dem Verwaltungsratsvorsitzenden, hat die Dresdner Bank den Kauf von 3,5 Prozent der CL-Anteile nicht korrekt gemeldet. Es sei wohl keine Absicht gewesen, sagte Peyrelevade, sondern eher ein Verwaltungsfehler des deutschen Bankinstituts. Die Dresdner Bank wollte dazu zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Wie Peyrelevade erklärte, muss es jeder Eigner melden, wenn er mehr als 0,5 Prozent der Anteile erwirbt. Bei Nichteinhaltung kann jeder Aktionär mit mindestens fünf Prozent der Aktien die Suspendierung der Stimmrechte verlangen. Zweck des Verfahrens ist es, eine feindliche Übernahme zu verhindern. "Wenn nötig, werden wir darum kämpfen, unsere Unabhängigkeit zu bewahren", sagte Peyrelevade.

Ihm zufolge wurde die Crédit Lyonnais von einem Aktionär aufgefordert, die Stimmrechte der Dresdner Bank auszusetzen. Über den Antragsteller wollte er nichts sagen. Zu den größeren Aktionären des französischen Geldinstituts zählen die Bank Crédit Agricole und die Regierung in Paris mit je zehn Prozent und die Frankfurter Commerzbank mit sechs Prozent.