Von Phishing bis Ransomware: Cyberangriffe nehmen offenbar stark zu - DER SPIEGEL
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Von Phishing bis Ransomware Cyberangriffe nehmen offenbar stark zu

Wegen Pandemie und Ukrainekrieg: Immer mehr deutsche Unternehmen und Behörden sind ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Vor allem ein Sektor ist stark betroffen.
• aus DER SPIEGEL 26/2023
IT-Experte beim Cyber-Sicherheitstraining
IT-Experte beim Cyber-Sicherheitstraining

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Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Cyberattacken auf Unternehmen und staatliche Einrichtungen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und ihrer Strategieberatung Strategy&.

PwC und Strategy& hatten 478 Beschäftigte in einer laut PwC ähnlich großen Zahl deutscher Organisationen aus dem öffentlichen und privaten Sektor befragt. Die Mehrheit der Firmen und Behörden gab an, dass seit Ausbruch der Covid-Pandemie und des Krieges in der Ukraine die Zahl der Angriffe gestiegen sei. Fünf Prozent der Befragten meldeten mehr als 500 teils kritische Vorfälle im Jahr 2022, 30 Prozent registrierten mehr als zehn Attacken.

Die Zahlen wiesen auf »die Beschleunigung eines Trends« hin, der seit Langem zu beobachten sei, heißt es in der Studie. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass der private und öffentliche Sektor einem »zunehmend riskanten Umfeld« ausgesetzt seien, wodurch »enorme gesellschaftliche Schäden« entstehen könnten, wenn kritische Infrastruktur angegriffen würde. Allerdings nennt die Studie keine historischen Vergleichszahlen, sodass unklar bleibt, in welchem Ausmaß Cyberattacken zunehmen.

Von Phishing bis Identitätsklau

Das größte Sicherheitsrisiko sehen die Befragten im Homeoffice sowie den damit zusammenhängenden Technologien, etwa der Cloud. Bei den meisten Angriffen handelt es sich der Umfrage zufolge um Phishing (77 Prozent), Spam (68 Prozent) und Malware-Attacken (42 Prozent). Beim Phishing werden etwa Kontozugangsdaten »abgefischt«, Malware zielt darauf ab, die angegriffenen Systeme zu schädigen. Aber auch Ransomware, mit der Daten verschlüsselt und unzugänglich gemacht werden, oder Identitätsklau sehen sich rund ein Viertel der befragten Organisationen ausgesetzt.

Den Autoren der Studie zufolge scheitert die Cyberabwehr vor allem an strukturellen Problemen: Bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen fehle es an finanziellen Mitteln, um die benötigten IT-Expertinnen und Experten einzustellen und Abwehrstrukturen aufzubauen. Neben den Mittelständlern tue sich vor allem der öffentliche Sektor schwer, qualifiziertes Personal für die Cyberabwehr zu gewinnen.

Ein Hebel, um die Cybersicherheit deutscher Unternehmen und Behörden zu stärken, liege »in der besseren Kooperation zwischen privatem und öffentlichem Sektor«, sagte Rainer Bernnat, Leiter des Bereichs Öffentlicher Sektor bei PwC Deutschland.

MHS
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