D2 Handys sollen teurer werden
München - Auf Subventionen für Handys mit vorausbezahlten Karten (Prepaid) will D2 Vodafone ab Herbst ganz verzichten, sagte deren Chef Jürgen von Kuczkowski dem Magazin "Focus". "Der Markt der interessanten Kunden ist ausgeschöpft ... da machen hohe Subventionen für die Geräte wenig Sinn", so der Manager wörtlich. Vertragskunden sollen jedoch weiterhin "verbilligte" Handys angeboten bekommen.
Nach Erkenntnissen von D2 telefonieren neue Handy-Kunden immer weniger, deshalb sei es für D2 Vodafone nicht mehr wichtig, die Kundenzahl in den Mittelpunkt zu stellen. Vodafone-Chef Chris Gent hatte bereits Anfang April gesagt, sein Konzern wolle sich auf Profite konzentrieren und nicht mehr um jeden Preis um Kunden werben.
Weiter sprach sich Kuczkowski gegen weit reichende Kooperationen der Telekomfirmen beim Aufbau der teuren UMTS-Netze aus. "Schon jetzt teilen sich alle Anbieter Antennenmasten und Gebäude ... Aber wer auch Sendeanlagen gemeinsam nutzt, verstößt gegen die Lizenz", sagte er.
Kleinere Mobilfunkanbieter hatten den dominierenden Anbietern D1 und D2 in der Vergangenheit vorgeworfen, Partnerschaften bewusst verhindern zu wollen, um anderen Firmen den Einstieg in die teure Handytechnik zu erschweren. Der Präsident der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, Matthias Kurth, hatte am Freitag in einem Interview gesagt, eine gemeinsame Nutzung von UMTS-Standorten und Technik sei erwünscht, solange Netzunabhängigkeit und damit Wettbewerb gewährleistet seien.