Daewoo: Bieterverfahren eröffnet - DER SPIEGEL
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Daewoo Bieterverfahren eröffnet

Der Poker um den angeschlagenen koreanischen Autohersteller Daewoo hat begonnen. Neben General Motors (GM) und Ford wollen offenbar auch DaimlerChrysler, Hyundai und Fiat mitbieten.
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Seoul - Die Einladung zur Teilnahme an der Versteigerung von Daewoo Motor und dessen kleinerer Schwesterfirma Ssangyong Motor seien an "potenzielle Käufer" verschickt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Seoul mit. Es handle sich um namhafte Autohersteller aus dem In- und Ausland, die die "finanzielle und technologische Fähigkeit zur Wertsteigerung Daewoos und Ssangyongs nach dem Kauf" hätten. Namen wurden nicht genannt.

Die US-Autokonzerne GM und Ford Motor hatten zuvor ihr Interesse an Daewoo bekundet. Koreanischen Medienberichten zufolge stehen mindestens fünf Autobauer, darunter neben GM und Ford auch der deutsch-amerikanische Konzern DaimlerChrysler, Hyundai Motor aus Südkorea und die italienische Fiat auf der Einladungsliste.

Die Unternehmen werden in den Einladungsschreiben aufgefordert, bis zum kommenden Montag eine Erklärung über ihr Interesse beim Komitee zur Restrukturierung der Unternehmen der Daewoo-Gruppe (CRC) einzureichen. Ein oder zwei Unternehmen würden in etwa drei Monaten für eine Endrunde ausgewählt, bevor die Übernahmeverhandlungen beginnen. Den Interessenten sollte die Möglichkeit für eine Betriebsprüfung gegeben werden.

Daewoo Motor ist Südkoreas zweitgrößter Autobauer. Die Verbindlichkeiten der Autosparte der überschuldeten Daewoo-Gruppe werden mit 18,6 Billionen Won (fast 33 Milliarden Mark) beziffert. Der Geländewagenspezialist Ssangyong Motor wurde Anfang 1998 übernommen.

DaimlerChrysler wird in Industriekreisen Interesse an Ssangyong nachgesagt, mit der bereits eine langjährige Partnerschaft besteht. Hyundai hatte insbesondere sein Interesse an den Aktivitäten seines heimischen Konkurrenten Daewoo in Polen geäußert.