Daewoo-Kauf: Sucht DaimlerChrysler eine Allianz mit Hyundai? - DER SPIEGEL
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Daewoo-Kauf Sucht DaimlerChrysler eine Allianz mit Hyundai?

Will DaimlerChrysler durch die Hintertür beim südkoreanischen Daewoo-Konzern einsteigen und so sich Marktanteile in Asien sichern? Eine strategische Allianz der Stuttgarter in Fernost steht offenbar unmittelbar bevor.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seoul - Ein möglicher Partner für DaimlerChrysler ist der Autohersteller Hyundai aus Südkorea, der seinerseits die Autosparte von Daewoo kaufen will. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied von DaimlerChrysler, Theodor Cunningham, bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap, dass die Stuttgarter kurz vor der Bekanntgabe einer strategischen Allianz mit einem südkoreanischen Autohersteller stehe.

Ob es sich bei dem neuen Partner um Hyundai handle, wollte Cunningham nicht sagen. Die Zusammenarbeit werde sich auf Technologie und Verkauf konzentrieren. Der Konzern werde demnächst weitere Details nennen. Er bestätigte am Rande der Detroit Motor Show, dass DaimlerChrysler eine Beteiligung an der bevorstehenden Auktion für den angeschlagenen koreanischen Autohersteller Daewoo Motor in Betracht ziehe, wenn dies im Interesse von DaimlerChrysler sei.

Die Firmenzentrale des deutsch-amerikanischen Konzerns wollte zu den neuesten Berichten keinen Kommentar geben.

Der asiatische Markt ist nach Ansicht von Fachleuten für amerikanische oder europäische Autokonzerne nur dann lukrativ, wenn sie einen einheimischen Partner an ihrer Seite haben. Hyundai-Sprecher Stephen Kitson hatte vor kurzem gesagt: "Wir führen Gespräche mit ausländischen Automobilherstellern, die an Daewoo Motor interessiert sind. Es ist möglich, dass wir mit einem dieser ausländischen Pkw-Hersteller gemeinschaftlich bieten."

Zuletzt hatten die beiden führenden US-Produzenten General Motors (GM) und Ford Motor ihr Interesse an der Autotochter der überschuldeten Daewoo-Gruppe bekräftigt.