Daimler-Gewinneinbruch: Sindelfingen droht Finanznot - DER SPIEGEL
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Daimler-Gewinneinbruch Sindelfingen droht Finanznot

Die Stadt Sindelfingen gerät finanziell in die Bredouille. Nach dem Gewinneinbruch beim größten Arbeitgeber Daimler betrachtet die Kommune ihren Haushaltsentwurf als "ein Werk für den Papierkorb". Ab sofort gilt ein Einstellungsstopp.
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Stuttgart - Der massive Gewinneinbruch beim Autokonzern Daimler trifft auch die Stadt Sindelfingen. Wegen Gewerbesteuerrückzahlungen gerät die Kommune finanziell in die Bredouille. Dabei geht es um einen Betrag von 37 Millionen Euro - deutlich mehr als erwartet.

Daimler-Produktion in Sindelfingen: Standort mit 36.000 Beschäftigten

Daimler-Produktion in Sindelfingen: Standort mit 36.000 Beschäftigten

Foto: AP

Der Sindelfinger Haushaltsentwurf sei nur noch "ein Werk für den Papierkorb", teilte die Stadt am Mittwoch mit. Der Etat sei nicht genehmigungsfähig, es gelte ab sofort eine Haushalts- und Stellenbesetzungssperre.

In Sindelfingen ist das größte Pkw-Werk von Mercedes-Benz mit rund 36.000 Beschäftigten angesiedelt. Der Daimler-Konzern hat 2008 einen Einbruch beim Nettogewinn um zwei Drittel auf 1,4 Milliarden Euro verbucht.

Am Produktionsstandort Sindelfingen sei 2008 aus steuerlicher Sicht kein Gewinn angefallen, erläuterte die Stadtverwaltung. Die geleisteten Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer könnten daher zurückgefordert werden. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer hätten damit einen "historischen Tiefstand erreicht". Die Kommune hatte ursprünglich nur mit Rückzahlungen von Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt elf Millionen Euro kalkuliert.

wal/Reuters