KONZERNE Daimler vor Super-Deal?
Im Management des DaimlerChrysler-Konzerns wird über einen möglichen Super-Deal spekuliert: Konzernchef Jürgen Schrempp wolle mit einer Beteiligung entweder am französischen PSA-Konzern (Peugeot, Citroën), an Fiat oder Honda ins Kleinwagengeschäft einsteigen oder durch die Übernahme des Lastwagenherstellers Nissan Diesel die Nutzfahrzeugsparte stärken. Tatsächlich erweisen sich die Gespräche mit PSA, Fiat und Honda, von denen DaimlerChrysler eine Plattform für einen neuen Kompaktwagen erwerben will, als schwierig. Am besten sind DaimlerChryslers Chancen derzeit bei Nissan Diesel. Das angeschlagene Unternehmen ist zwar mit knapp neun Milliarden Mark hoch verschuldet. Doch Schrempp befindet sich in einer komfortablen Verhandlungsposition. Entweder müssen die japanischen Banken auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten, bevor DaimlerChrysler Nissan Diesel übernimmt. Oder Schrempp muss warten, bis Nissan Diesel Konkurs anmeldet. Dann könnte DaimlerChrysler die »assets« - die Fabriken, Modelle und das Vertriebsnetz - des Lastwagenherstellers aus der Konkursmasse erwerben. Nach seinem Weihnachts- und Silvesterurlaub in Südafrika fliegt Schrempp zu weiteren Gesprächen nach Japan.