DaimlerChrysler: 2,6-Milliarden-Verlust bei Smart - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler 2,6-Milliarden-Verlust bei Smart

Im Jahr 2004 fuhr der kleine Stadtflitzer Smart ein Minus von rund 600 Millionen Euro ein. Die Gesamtverluste des Projekts summieren sich mittlerweile auf 2,6 Milliarden Euro. DaimlerChrysler will den Wagen jedoch weiterhin bauen.
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Hamburg - Mercedes-Benz steckt noch tiefer in der Krise, als DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp bei der Präsentation der Bilanz verriet. Die Mercedes Car Group, zu der neben Mercedes-Benz noch Smart und Maybach zählen, erwirtschaftete im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Verlust, der nur durch Bilanzkniffe in einen offiziell ausgewiesenen Minigewinn von 20 Millionen Euro verwandelt werden konnte. Das bestätigte ein hochrangiger DaimlerChrysler-Manager dem SPIEGEL.

Besonders belastet wird das Ergebnis durch den Smart. Der Kleinwagen fuhr 2004 einen Verlust von rund 600 Millionen Euro ein. Damit hat die Marke bislang Verluste von insgesamt 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Als wahrscheinlichstes Szenario für die Zukunft des Smart-Projekts gilt derzeit: Es wird deutlich reduziert, vorerst aber nicht eingestellt. So soll es keine zusätzlichen Varianten wie den geplanten Geländewagen geben. Allerdings soll der Zweisitzer Fortwo, dessen Nachfolger weitgehend entwickelt ist, weiter produziert werden.

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp will trotz der hohen Verluste an der Kleinstwagenmarke festhalten. "Smart hat eine starke Substanz", sagte Schrempp in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Autos sind gut, das Ergebnis ist schlecht", fügte Schrempp hinzu.

Im April solle das Sanierungskonzept für smart stehen. Der Konzern arbeite an einem "langfristigen Geschäftsmodell" für smart. "Dazu gehört auch, dass wir Kooperationsmöglichkeiten für Smart prüfen", sagte Schrempp.