DaimlerChrysler: A-Klasse "dem Vorstand zu teuer" - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler A-Klasse "dem Vorstand zu teuer"

Einem internen Papier zufolge droht dem DaimlerChrysler-Werk in Rastatt ein drastischer Personalabbau. Die bisherige A-Klasse soll billigeren Nachfolgern weichen.
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Stuttgart - Aus einem Informationsschreiben des Betriebsrates an die Beschäftigten des Werkes Rastatt geht hervor, dass "die bisherige A-Klasse dem Vorstand zu teuer" sei. Der Gesamtbetriebsrat von DaimlerChrysler berät zur Stunde in der Nähe von Stuttgart über ein weiteres Vorgehen. Am Montag kam es zu Protestaktionen.

Wie es aus Konzernkreisen hieß, werde derzeit ein neues Produkt entwickelt, das in Planung, Entwicklung und Produktion deutlich unter den Kosten der A-Klasse liege. Konzeptergebnisse kämen den Vorstellungen des Vorstandes schon sehr nahe. Man gehe davon aus, dass es in Zukunft als Nachfolgeprodukt insgesamt drei Varianten geben soll. Das Problem dabei sei, dass zwei Nachfolgevarianten trotz einer erheblichen Stückzahlsteigerung nicht ausreichten, um in Rastatt alle Mitarbeiter beschäftigen zu können. Im Raum stünde eine Verringerung der Belegschaft von derzeit 5000 Beschäftigten um zehn Prozent.

Eine Beschäftigungssicherung könne nur gewährleistet werden, wenn auch die dritte Variante mit gehobener und anspruchsvollerer Ausstattung des A-Klassen-Nachfolgers in Rastatt gebaut würde. Eine Alternative zu Rastatt wäre eine Produktion in Ludwigsfelde bei Berlin. In Ostdeutschland gebe es andere Arbeitszeiten und ein niedrigeres Lohngefüge, hieß es aus Vorstandskreisen.

Die Geschäftsleitung habe deutlich gemacht, dass in Rastatt eine andere Arbeitszeit zur Kostenreduzierung beitragen könne und habe von der Belegschaft mehr Flexibilität gefordert. Konkret gehe es um die so genannte "Schichterpause" von 30 Minuten, die zukünftig wegfallen soll.

Der Betriebsrat befinde sich derzeit in Gesprächen mit der Geschäftsleitung, hieß es. Es wird damit gerechnet, dass dieses Thema am Freitag auf der Aufsichtsratssitzung angesprochen wird.

Simone Ebel-Schmidt, vwd