DaimlerChrysler Allianz mit Hyundai angekündigt
Stuttgart - Die beiden Autokonzerne DaimlerChrysler AG und Hyundai wollen am Montag in Seoul ihre Pläne für eine Allianz beider Firmen vor der Presse bekannt geben. Das sagte ein Sprecher des deutsch-amerikanischen Autobauers am Freitag in Stuttgart, ohne weitere Details zu nennen.
Bereits seit längerem war über gemeinsame Pläne der beiden Hersteller im Nutzfahrzeugbereich in Asien spekuliert worden. Allerdings war bislang immer der südkoreanische Autobauer vorgeprescht. DaimlerChrysler hatte bisher einen Kommentar dazu stets abgelehnt. Nun wird erwartet, dass die beiden Unternehmen gemeinsam ein Angebot für den angeschlagenen Daewoo-Konzern abgeben.
Am Montag müssen die Angebote für Daewoo eingereicht sein. Wie lange die Entscheidung der südkoreanischen Regierung dauert, ist aus deutscher Sicht offen. Spekuliert wird, dass DaimlerChrysler ein Interesse an der koreanischen Nutzfahrzeug-Produktion für den Südostasien-Markt habe, da sich die jüngste 34-Prozent-Partnerschaft mit Mitsubishi nur auf Pkw beschränke. Mit Hyundai, ebenfalls hoch verschuldet, könnte DaimlerChrysler eine gemeinsame Nutzfahrzeug-Produktion in Korea betreiben. Hyundai verfügt in Korea über ein Nutzfahrzeug-Werk mit einer Kapazität von 60.000 Lkw und Bussen.
Der gesamte Versteigerungspreis für Daewoo wird auf sechs Milliarden Mark geschätzt. Dazu käme eventuell noch die Übernahme eines Teils der Daewoo-Schulden von etwa 30 Milliarden Mark. Der neue japanische DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi Motor hält eine kleine Beteiligung an Hyundai und beliefert den koreanischen Kfz-Hersteller mit Motoren, Getrieben und Achsen.