DaimlerChrysler: Angst vor japanischem Patienten - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Angst vor japanischem Patienten

DaimlerChrysler schreckt offenbar vor einer zu starken Erhöhung seines Anteils an Mitsubishi zurück. Grund soll der riesige Schuldenberg des krisengeschüttelten japanischen Autobauers sein.
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Tokio/Stuttgart - DaimlerChrysler wolle die Beteiligung zwar erhöhen, aber unter 40 Prozent bleiben, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf dem Unternehmen nahe stehende Kreise.

Danach werde der Anteil des deutsch-amerikanischen Konzerns von jetzt 34 auf 36 bis 38 Prozent ansteigen. Das Leitungsgremium von Mitsubishi Motors werde am Donnerstag auf einer außerordentlichen Sitzung über die neuen Bedingungen der im März vereinbarten Allianz abstimmen.

In Japan hieß es am Mittwoch, dass DaimlerChrysler seinen Anteil deshalb unter 40 Prozent halten wolle, um nicht in Gefahr zu geraten, die Schulden der Japaner in Höhe von etwa 30 Milliarden Mark übernehmen zu müssen. Dies würde nach Ansicht von Analysten dem ohnehin schlechten Aktienkurs von DaimlerChrysler weiter schaden.

Laut Kyodo hatten sich am Mittwoch DaimlerChrysler- Vorstandsmitglied Eckhard Cordes und der noch amtierende Mitsubishi-Motors-Präsident Katsuhiko Kawasoe sowie sein Stellvertreter Takashi Sonobe zu Verhandlungen in Tokio getroffen. In Japan gilt als wahrscheinlich, dass Kawasoe, der mit DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp die Kooperation vereinbart hatte, zurücktritt. Sonobe wird als Nachfolger gehandelt.