DaimlerChrysler: Baut SAP den virtuellen Marktplatz? - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Baut SAP den virtuellen Marktplatz?

SAP und DaimlerChrysler wollen offenbar im Internet künftig eng zusammenarbeiten. Beide Unternehmen sollen angeblich den von DaimlerChrysler, Ford und General Motors angekündigten Internet-Marktplatz gemeinsam entwickeln und umsetzen. Doch die Pläne einer B2B-Plattform für Autoteile stoßen nicht nur auf Gegenliebe.
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Stuttgart/Troy - SAP will Presseberichten zufolge ein Tochter-Unternehmen gründen, das sich auf E-Commerce spezialisieren soll. DaimlerChrysler könnte sich nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp mit 10 bis 20 Prozent an der neuen Firma beteiligen. Die Tochter der Walldorfer Softwareschmide solle dann die Internet-Plattform für die Zulieferer der großen Autokonzerne entwickeln und die notwendige Technologie liefern, so die Zeitung.

Die von DaimlerChrysler, Ford und General Motors angekündigte B2B-Lösung wird in der Branche zwar größtenteils begrüßt, aber auch mit Argusaugen beobachtet. Der größte Autoteilzulieferer der Welt, Delphi, beurteilt die Internet-Einkaufsgemeinschaft positiv. "Die Plattform könnte eine engere Verbindung zwischen Autoherstellern und Zulieferern schaffen", sagte der Europa-Chef von Delphi, José Maria Alapont, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Gleichzeitig sah er jedoch auch die Gefahr, dass der Preisdruck steigen könne. Besonders weniger spezialisierte Produzenten von Autoteilen könnten nach der Einführung der B2B-Plattform in Schwierigkeiten kommen.