DaimlerChrysler Betriebsergebnis halbiert
Stuttgart - Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn aus dem operativen Geschäft im vergangenen Jahr bei 5,2 Millarden Euro, teilte DaimlerChrysler in einer Ad-hoc-Meldung mit. 1999 hatte der operative Gewinn noch bei 10,3 Milliarden Euro gelegen. Auf seiner jüngsten Sitzung beschloss der Vorstand, dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 2,35 Euro je Aktie vorzuschlagen. Das ist der gleiche Betrag, der auch für 1999 gezahlt wurde.
Einschließlich der Einmaleffekte - dazu zählen Einnahmen aus dem Börsengang des europäischen Raumfahrtkonzerns EADS und aus dem Teilverkauf des debis Systemhauses - ging der Betriebsgewinn bei DaimlerChrysler um lediglich elf Prozent von rund 11 Milliarden Euro auf 9,8 Milliarden Euro zurück.
Der Jahresüberschuss des Konzerns stieg um 37 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Werden die Einmaleffekte dabei nicht berücksichtigt, ist allerdings ein deutlicher Rückgang von 44 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu verzeichnen.
Wie bereits berichtet konnte der Autohersteller seinen Umsatz um acht Prozent auf 162,4 Milliarden Euro steigern. Auf vergleichbarer Basis liege das Plus sogar bei zwölf Prozent, hieß es.
Auf dem nordamerikanischen Markt und dort vor allem bei Chrysler waren im zweiten Halbjahr 2000 hohe Verluste aufgelaufen. Der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte angekündigt, in drei Jahren 26.000 Stellen abzubauen, sechs Werke sollen stillgelegt werden. Der Jahresabschluss wird dem Aufsichtsrat des Konzerns am 23. Februar zur Zustimmung vorgelegt. Drei Tage später - am Rosenmontag - will das Unternehmen Details der Zahlen und des Sanierungsplans für Chrysler der Öffentlichkeit vorstellen.