DaimlerChrysler: Börsenaufsicht dehnt Ermittlungen aus - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Börsenaufsicht dehnt Ermittlungen aus

Nach der Rücktrittsankündigung von DaimlerChrysler-Chef Schrempp rückt nun das Unternehmen selbst immer weiter in das Visier der Finanzaufsicht. Der Verdacht auf Indsiderhandel soll sich erhärtet haben. Außerdem hat der Konzern Schrempps Rücktrittsankündigung möglicherweise zu spät bekannt gegeben.
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Hamburg - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüfe jetzt auch, ob der Autokonzern unter Verstoß gegen die Ad-hoc-Meldepflicht den Rücktritt am 28. Juli zu spät veröffentlicht habe, sagte eine Sprecherin der "Financial Times Deutschland". Dem Konzern droht in diesem Fall eine Geldstrafe. Zudem hat sich dem Blatt zufolge der Verdacht auf Insiderhandel im Zusammenhang mit der Rücktrittsankündigung erhärtet. Die routinemäßige Vorermittlung sei zu einer förmlichen Untersuchung hochgestuft worden. Das Unternehmen lehne einen Kommentar ab.

Der Vorsitzende des Dachverbandes Kritische Aktionäre bei DaimlerChrysler, Jürgen Grässlin, der die BaFin-Untersuchung wegen des Verdachts auf Insiderhandel mit ins Rollen gebracht hatte, legte der Behörde auf deren Anforderung hin inzwischen Details offen. Grässlin erklärte, er habe schon zwölf Tage vor der offiziellen Bekanntgabe von Schrempps Rücktritt gewusst. Vor einer Woche schrieb Grässlin nach eigenen Angaben einen Brief an die BaFin, in dem er auch zwei DaimlerChrysler-Manager nannte, die nach seinen Informationen Insidergeschäfte getätigt hatten. "Dabei handelt es sich um einen Vorstand und eine Schrempp nahe stehende Führungskraft", sagte Grässlin der Zeitung.