DaimlerChrysler: Bremsspuren im vierten Quartal - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Bremsspuren im vierten Quartal

Wenn sich der operative Gewinn vervierfacht und Aktionäre wieder ihre frühere Dividende bekommen, sollte das dem Aktienkurs helfen. Bei DaimlerChrysler ist das Gegenteil der Fall - zu groß sind die Befürchtungen, dass die Krise noch nicht ausgestanden ist.
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Stuttgart - Der Autokonzern teilte mit, der operative Gewinn ohne Sondereffekte sei im vergangenen Jahr von 1,3 Milliarden auf 5,8 Milliarden Euro gestiegen. Seine bisherigen Prognosen hat Daimler damit zwar übertroffen, Analysten aber waren dennoch enttäuscht: Sie hatten auf ein höheres operatives Ergebnis jenseits der Sechs-Milliarden-Marke spekuliert.

Nach Steuern und Einmaleffekten schaffte DaimlerChrysler einen Gewinn von 4,7 Milliarden Euro und damit die Wende - im Vorjahr nämlich verbuchte der Konzern vor allem auf Grund der teuren Chrysler-Sanierung ein Minus von 0,7 Milliarden Euro. Trotz aller Sanierungserfolge ist der Konzern nicht immun gegen die Schwäche der Konjunktur - der Umsatz sank um zwei Prozent auf 149,6 Milliarden Euro, etwas stärker als zuvor erwartet.

Nach Ansicht einiger Analysten gibt es Hinweise auf eine eine negative Entwicklung im vierten Quartal. Nach Ansicht von Autoexperte Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler liefen die Verkäufe im Schlussquartal 2002 vor allem in den USA wieder deutlich schlechter als in den vorangegangenen Monaten. Auch im Januar 2003 hatte Chrysler in den USA deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum abgesetzt, während die Nachfrage nach der Mercedes-Fabrikaten anzog. DaimlerChrysler selbst wollte sich zur operativen Entwicklung nicht äußern. Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2003 will der Konzern erst auf der Bilanzpressekonferenz am 20. Februar abgeben.

Nach Veröffentlichung der Zahlen rutschte die Aktie   deutlich ab, gegen 19 Uhr notierte sie bei 28,09 Euro - ein Minus von gut vier Prozent. Der Wert habe sich in den vergangenen Tagen gut erholt und werde jetzt wieder "eingestampft", sagte ein Händler.

Um die Aktionäre trotz solcher Prüfungen bei Laune zu halten, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die Dividende von einem Euro auf 1,50 Euro zu erhöhen. Formal muss die Hauptversammlung im April noch zustimmen. Die Dividende war erst im vergangenen Jahr gekürzt worden und lag davor auf dem nun wieder erreichten Niveau.

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