DaimlerChrysler Breuer will nicht nach Stuttgart
Stuttgart - Weder Breuer noch Ackermann sind an einem Aufsichtsratsmandat bei DaimlerChrysler interessiert. Entsprechende Äußerungen Breuers vom Vortag bestätigte ein Sprecher der Bank am Donnerstag.
Der jetzige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank , Hilmar Kopper, ist bis 2004 von der DaimlerChrysler-Hauptversammlung zum Aufsichtsratschef des Autobauers bestellt. Kopper wird sein Aufsichtsratsamt bei der Deutschen Bank am 22. Mai 2002 an Breuer übergeben. Traditionell ist der Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef auch Vorsitzender des Aufsichtsrats von DaimlerChrysler. Die Bank ist mit rund zwölf Prozent der größte Einzelaktionär der Stuttgarter.
Aber Breuer will nicht.
Deshalb wird die Deutsche Bank nur noch bis 2004 in Stuttgart vertreten sein - durch Kopper, obwohl dieser demnächst alle Funktionen beim größten deutschen Geldhaus abgibt. "Herr Kopper bleibt für die Deutsche Bank", wird Vorstandschef Breuer in den "Stuttgarter Nachrichten" zitiert.
Unterkühltes Verhältnis
Die Deutsche Bank hatte bereits mehrfach angekündigt, dass sie sich mittelfristig von ihren Industriebeteiligungen, also auch dem DaimlerChrysler-Aktienpaket, trennen will. In Branchenkreisen hatte es zudem mehrfach geheißen, dass das Verhältnis des DaimlerChrysler-Vorstandschefs Jürgen Schrempp zu Breuer unterkühlt sei. In der Vergangenheit soll es mehrfach Unstimmigkeiten zwischen Daimler und seinem Frankfurter Großaktionär gegeben haben. Als unfreundlicher Akt wurde es etwa gewertet, dass die Deutsche Bank die DaimlerChrysler-Aktie zwischenzeitlich auf "Verkaufen" herabgestuft hatte.