DaimlerChrysler Brutale Verluste bei japanischem Partner
Tokio - In den zwölf Monaten bis März 2004 habe der Verlust 215,4 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) betragen nach einem Gewinn von 37,4 Milliarden Yen im Jahr zuvor, teilte Mitsubishi Motors (MMC) nach Börsenschluss in Tokio mit. Der Umsatz sank um 35,1 Prozent auf 2,5 Billionen Yen. Damit hat der viertgrößte japanische Autohersteller die bisherigen Prognosen weit unterboten. Mitte Februar wurde noch ein Minus von 72 Milliarden Yen (rund 530 Millionen Euro) vorhergesagt. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet MMC mit 230 Milliarden Yen sogar einen noch höheren Verlust als 2003/2004.
Um sich aus der Misere zu befreien, wird MMC eigenen Angaben zufolge eine Finanzspritze von 450 Milliarden Yen (3,34 Milliarden Euro) bekommen. 270 Milliarden Yen davon werde die Mitsubishi-Gruppe stellen, weitere 170 Milliarden Yen sollen von den Finanzinvestoren J.P. Morgan und Phoenix bereitgestellt werden. Mit diesem frischen Kapital und mit weiteren drastischen Sparmaßnahmen will MMC im Geschäftsjahr 2006/07 wieder schwarze Zahlen schreiben.
Der Pkw-Absatz von Mitsubishi ist japanischen Presseberichten zufolge im Mai nochmals eingebrochen. Nach Information der Zeitung "Nihon Keizai" sank der Verkauf ohne Minifahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr bis zum 20. Mai um 39,7 Prozent auf 1448 Stück. Der Rückgang sei eine Folge des jüngsten Skandals um schadhafte Lkw und Busse. Im April habe das Unternehmen Platz 5 in der Liste der Pkw-Neuzulassungen belegt, im Mai liege es nun bisher auf Rang 6 hinter Fuji Heavy Industries, die vor allem vom Absatz des Subaru Legacy profitiert habe.