DaimlerChrysler: Co-Vorstandschef Eaton geht - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Co-Vorstandschef Eaton geht

Jürgen Schrempp wird den DaimlerChrysler-Konzern künftig alleine führen. Robert Eaton scheidet Ende März aus und geht in den Ruhestand.
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Stuttgart - Eaton kündigte seinen Rückzug aus dem Vorstand am Mittwoch in Auburn an, gleichzeitig verkündete DaimlerChrysler den bevorstehenden Schritt in Stuttgart. Damit wird der 55-jährige Schrempp vom 1. April an den transatlantischen Automobilkonzern mit seinen 460.000 Mitarbeitern weltweit und einen Umsatz von 148 Milliarden Euro alleine führen. Für Schrempp, der im Mai 1995 als Daimler-Benz-Chef antrat, ist dies nach Meinung von Experten "ein wichtiges Etappenziel".

Schrempp hatte Daimler-Benz zu einem der ertragsreichsten Automobilunternehmen gemacht, bevor er es mit Chrysler zusammenführte. Ein früherer Abgang Eatons, der im kommenden Monat 60 Jahre alt wird, war in der Fachwelt vermutet worden. Eaton war vor sieben Jahren von der Chrysler-Cooperation zu deren Chairman berufen worden. Im Mai 1998 gaben Eaton und Schrempp die Verschmelzung der Daimler-Benz AG und der Chrysler-Cooperation zur DaimlerChrysler AG bekannt.

Eaton hatte bereits bei der Bekanntgabe des damals größten grenzüberschreitenden Unternehmenszusammenschlusses angekündigt, dass er seine Aufgabe als Co-Vorstandschef auf die Phase der Integration und längstens drei Jahre befristen werde. Eaton sagte am Mittwoch in Auburn Hills: "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, mich in den Ruhestand zu verabschieden". Eaton: "Der Zusammenschluss ist erfolgreich geschafft. Wir haben die neue Unternehmensstruktur eingeführt. Die Führungsmannschaft funktioniert".

Schrempp sagte zum Ausscheiden von Bob Eaton: "Eaton hat den Grundstein für unseren Erfolg gelegt. Jeder weitere Fortschritt, den wir erzielen, hat seinen Ursprung auch in Bob Eatons Führung und Weitsicht". Die Gründung von DaimlerChrysler sei nicht denkbar ohne sein Engagement. Eatons Wirken sei der Schlüssel des derzeitigen Erfolgs von DaimlerChrysler.

Mit dem Ausscheiden von Bob Eaton aus dem Vorstand wird dieses Gremium künftig 13 Mitglieder umfassen. Eaton unterstrich: "Wir haben ein perfektes Team von amerikanischen und deutschen Managern gefunden, die alle an einem Strang ziehen". Eaton ist überzeugt, dass dieses Team unter der Führung von Jürgen Schrempp seinen Erfolg fortsetzt.