DaimlerChrysler: Der amerikanische Patient - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Der amerikanische Patient

Während europäische und japanische Autobauer immer mehr Neuwagen in den USA verkaufen können, ist das Geschäft von DaimlerChrysler regelrecht eingebrochen. Im Juli verkaufte Chrysler rund 21 Prozent weniger Pkw als im Vorjahresmonat.
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Detroit - "Die Japaner und Europäer haben einfach interessantere Modell zu bieten als die großen Drei" fasst Auto-Analyst David Haley die momentane Situation in den USA zusammen. Während sich der gesamte Neuwagenabsatz in den Vereinigten Staaten etwa auf Vorjahresniveau hielt, ging es bei General Motors und DaimlerChrysler mit den Absatzzahlen abwärts, nur Ford konnte sich annähernd halten.

DaimlerChrysler verkaufte mit seinen US-Marken 12,2 Prozent Fahrzeuge weniger. Dabei blieben die Rückgänge in der Nutzfahrzeug-Sparte bei rund neun Prozent, während die Zahl der verkauften Personenwagen um 21 Prozent einbrach. Besonders die Minivans, deren Verkauf sich um 29 Prozent verringerte, waren verantwortlich für das schlechte Ergebnis. Gerade in diesem Bereich, den Chrysler seit 1983 dominiert, vermuten Branchenkenner eine verfehlte Strategie. Zu schnell würden hier immer wieder neue Designs angeboten, so dass die Käufer verunsichert würden, wenn sie sich denn ein neues Auto kaufen sollten. Aus Unternehmenskreisen verlautete außerdem, dass Chysler einen zu großen Lagerbestand an Minivans aufgebaut habe. Nun wird offenbar darüber nachgedacht, die alten Minivans schnell mit drastischen Sonderangeboten auf den Markt zu werfen.

Für deutsche Autobauer entwickelte sich der Neuwagenabsatz in den USA teils sehr erfreulich. So steigerte BMW seine Zahlen um 18,6 Prozent, Volkswagen verkaufte 4,8 Prozent mehr neue Wagen, und Porsche konnte seinen US-Absatz mit plus 46 Prozent kräftig beschleunigen.